Montag, 30. September
Am Montag morgen gingen wir wieder zur Schule, allerdings ein paar Minuten zu spät.. Und irgendwie hatten sich alle genau diesen Tag ausgesucht, um pünktlich zu beginnen. Das Assembly war also schon in vollem Gange, als wir uns schnell (und nicht unauffällig) dazu setzten. Als die Versammlungen vorbei war, begrüßten uns die anderen Lehrer freundlich und fragten uns, wie unser Ausflug nach Nkhata Bay gewesen war. Etwas später kam auch der Schulleiter zu uns und fragte ebenfalls danach. Als er sich anschließend dafür bedankte, dass unser Ausflug schön gewesen war, verstanden Julia und ich die Welt kurz nicht mehr so ganz. Anschließend gab ich wieder meine üblichen Stunden und schrieb meinen ersten Test in Form 1.
Nach der Arbeit, gegen 16 Uhr, machten wir uns zusammen mit Bax, einem der anderen Lehrer und gleichzeitig Enkel des Direktors, auf den Weg nach Uliwa. Dort wollten wir unseren Essensvorrat aufstocken und Geld abheben, was uns in Mzuzu auch nach mehreren Versuchen missglückt war. Irgendwie schienen sich die Geldautomaten gegen uns verschworen zu haben, denn auch der in Uliwa wollte mit keiner unserer Karten funktionieren. Wir beschlossen, also mit unserem letzten Geld (etwa K2300) erstmal etwas zu Essen zu kaufen und besorgten uns Tomaten, Zwiebeln, Kartoffeln, Reis, Bananen, Eier und Brot. Am Ende hatten wir noch K20 übrig, also ca. 3 Cent. Wir versuchten noch einmal Geld abzuheben, allerdings funktionierte der Automat jetzt nicht einmal mehr für die malawischen Karten. Wir gingen also ohne Geld, dafür aber mit leckerem Essen wieder die 40 Minuten zurück nach Hause.
Dienstag, 1. Oktober
Wir gingen zur Arbeit, gaben unsere Stunden und erledigten, was sonst so zu tun war. Als wir gegen 14 Uhr gerade in der Bibliothek saßen, um Nachrichten zu schauen, kam plötzlich der Schulleiter mit 9 Deutschen hinein, denen er gerade die Schule zeigte. Die neun waren Freiwillige, die für die Organisation KUKUK E.V. arbeiten und gekommen sind, um einen Spielplatz für den neu erbauten Kindergarten zu bauen. Als sie mit ihrer Schultour fertig waren, fuhren sie zum Kindergarten, um die Lage zu checken und wir kamen mit ihnen, ließen unsere Sachen aber in der Schule.
Als beim Kindergarten alles geklärt war, fuhren wir weiter zur Unterkunft der Freiwilligen, ein ziemlich großes Haus, nicht weit entfernt Richtung See. Wir blieben ein bisschen dort und wurden dann von Felix, der auch dabei war, wieder an der Schule abgesetzt. Dort wollten wir unsere Sachen abholen und bekamen auch die, die wie in der Bibliothek gelassen hatten. Allerdings hatte ich meinen Rucksack im Lehrerzimmer gelassen. Von den Leuten die noch hier waren, schien keiner den Schlüssel zu haben. In der Hoffnung, dass Patson ihn hatte, gingen wir also nach Hause, wo wir ihn natürlich nicht auffanden. Das wäre an sich auch gar kein Problem gewesen, wäre nicht unser Hausschlüssel in meinem Rucksack. Ich ging also zurück zur Schule und fragte noch einmal nach dem Schlüssel fürs Lehrerzimmer, bekam auch einen ausgehändigt. Jedoch ließ sich das Schloss nach vielen Versuchen von mir und einigen der Schüler, die eifrig anboten mir zur helfen, nicht öffnen. Und während ich versuchte, einen anderen Schlüssel zu besorgen, versuchten einige der Mädchen, durchs Fenster hinein zu klettern. (Wohlgemerkt: da sind Gitterstäbe in ca. 25 m Abstand angebracht.) Während ich mit meinem Vorhaben keinen Erfolg hatte, hatte eine der Schülerinnen es tatsächlich geschafft, ins Lehrerzimmer einzusteigen und mir meinen Rucksack rauszugeben. Ich bedankte mich und ging zurück nach Hause, wo wir jetzt auch ins Haus gehen konnten.
Mittwoch, 2. Oktober
Wie jeden Tag, gingen wir morgens in die Schule, wo ich unterrichtete, Unterricht vorbereitete und schriftliche Aufgaben korrigierte. Gegen 11 Uhr gab es eine kleine Krisensitzung der Lehrer, die gerade nicht unterrichteten, da die beiden Köchinnen heute streikten, weil sie nicht ihren ganzen Lohn bekommen hatten und es deswegen nicht klar war, was mit dem Mittagessen passieren würde. Normalerweise gibt es gegen 12 Uhr für alle Schüler und Lehrer etwas zu essen und die Schüler müssen dafür auch ein bisschen monatlich was zahlen. Da es heute aber schwierig werden würde, alle mit Essen zu versorgen, gab es die Überlegung, den Unterricht nach 12 Uhr auszusetzen. Für die Internatsschülerinnen und Lehrer wurde von ein paar Schülerinnen gekocht. Als ein paar der Schüler (aber nicht alle) nach Hause gegangen waren, gab es zumindest für alle die dageblieben waren etwas zu Essen, weshalb der Unterricht zumindest teilweise weitergeführt wurde. Währenddessen organisierte ich mit der Hilfe von Darius (einem Form 4 Schüler) eine Gruppe von zehn Schülern, die bereit waren, ein bisschen beim Bau des Kindergartens zu helfen. Die Zahl zusammenzubekommen war überhaupt nicht schwer, es wären auch noch viele andere Schüler bereit gewesen, mitzumachen. Patson hatte gut darauf aufgepasst, dass auch einige Mädchen aus dem Internat mitkamen, da sie sonst selten Gelegenheit bekamen, das Schulgelände zu verlassen.
Wir fuhren also mit ca. 10 hochmotivierten Schülern zum Kindergarten, die sich lautstark von ihren Mitschülern verabschiedeten. Wir kamen an der Baustelle an, wo die deutschen Freiwilligen mithilfe von vielen Kindern arbeiteten. Wir bekamen kurz erklärt, was wo geplant war und machten uns schließlich daran, vier Löcher zu graben, wo Holzstützen hineinkommen sollten. Die Schüler und wir hatten ziemlich viel Spaß dabei und als schließlich Flo (einer der Freiwilligen) mit einer Musikbox ankam, wo die Schüler DJ spielten, wurde auch direkt getanzt. Um kurz vor 17 Uhr fuhren wir wieder zurück zur Schule und verabschiedeten uns von den Schülern. Anschließend beeilten wir uns nach Hause, holten unsere Badesachen und gingen zurück zur Schule, wo uns das KUKUK- Team mit perfektem Timing abholte und mit uns zum See fuhr. Wir gingen ins Wasser, während es langsam dunkel wurde, blieben noch ein bisschen am Strand sitzen und unterhielten uns. Gegen 19 Uhr brachte uns die Gruppe zurück zur Schule und wir gingen das letzte Stück nach Hause. Unsere Nachbarn fragten uns überrascht, wo wir so lange gewesen waren. Wir unterhielten uns noch ein bisschen mit Cliffort, Patson und Euleka, die nacheinander vorbeikamen.
Donnerstag, 3. Oktober
Wir gingen zur Schule und ich hatte heute zwei Doppelstunden, jeweils in Form 1 und 2. Ich schrieb in beiden Klassen einen Test, weil es gerade vom Thema her ganz gut passte, und verbrachte den Rest der Zeit damit, diese zu korrigieren. Die Tests vielen sogar besser aus, als ich erwartet hatte. Um 15 Uhr kam wieder einer der Spielplatzbauer, um uns abzuholen. Wir hatten beschlossen, heute andere Schüler mitzunehmen. Da ich heute eigentlich meine Zeichen-AG gehabt hätte, beschloss ich, die Schüler aus der AG mitzunehmen. Wir stellten uns neben dem Auto auf, und Patson las die Namen aus der Liste vor. Um das Auto standen ungefähr 50 Schüler, die auch mitkommen wollten. Aus meiner Kunst-AG waren gerade nicht alle da, weshalb wir auch ein paar andere mitnahmen. Darunter Darius und Naomi, die auch schon gestern dabei gewesen waren. Naomi ist das Head-Girl und Darius derjenige, der am ersten Tag im Assembly die Schauspiel-Einlage gegeben hatte. Julia war in der Schule geblieben, um ihren Singing-Club zu veranstalten. Wir fuhren also wieder zur Baustelle, wo wir Holzplanken von A nach B trugen und Löcher gruben. Ein paar der Schüler rührten Zement an und manche durften die Ränder von Holzplanken abschleifen, was ihnen gut zu gefallen schien. Nach zwei sehr produktiven Stunden fuhren wir wieder zurück zur Schule. Nachdem ich mit den Schülern ein paar Fotos gemacht hatte, ging ich nach Hause. Wie am Tag davor gingen Julia und ich bewaffnet mit unseren Schwimmsachen wieder direkt zurück zur Schule, wo wir abermals vom KUKUK-Team abgeholt wurden. Diesmal waren wir etwas später dran, sodass die Sonne schon hinter den Bergen verschwunden war, der Mond am Himmel schien und der Himmel am Horizont rot gefärbt war, während wir im kühlen Wasser schwammen. Heute war der Himmel besonders sternenklar und wir blieben bis ca. 19 Uhr am See.
Auf unserem Weg von der Straße nach Hause kamen wir am Haus von Clifforts Familie vorbei, die gerade aßen. Wir setzten uns ein bisschen dazu und wurden kurz darauf nach drinnen geführt, wo eine Taschenlampe den ansonsten dunklen Raum leicht erhellte. In der Mitte stand ein kleiner Tisch mit drei Tellern für Julia, Cliffort und mich. Fürs Abendessen war also gesorgt. Es gab Nsima Yamayao (aus Cassava- Mehl) mit Rindfleisch, das Clifforts Mutter von ihrem gestrigen Trip nach Karonga mitgebracht hatte. Nach dem Essen gingen wir schließlich die letzten Meter nach Hause, wo Nyapeti und die zwei Nachbarn, die direkt hinter uns wohnen draußen saßen. Mittlerweile war es ungefähr 20 Uhr. Sie fragten uns, wo wir so lange gewesen waren und wir erklärten es ihnen, wobei der Fakt, dass die anderen uns mit dem Auto so nah wie möglich nach Hause gebracht hatten, nicht viel zu helfen schien. Sie redeten ein bisschen auf Tumbuka und ich hatte einen kleinen Verdacht, worum es ging, der sich auch bestätigte, als Charitys Mann zum nächsten Baum ging, um einen kleinen Zweig abzubrechen. Lachend aber bestimmt erklärten sie uns, dass wir nicht verheiratet waren und dass unverheiratete Frauen sich nicht mehr nachts herumtrieben, sondern um 18 Uhr zuhause sein sollten. (Wenn sie sich nicht daran halten, werden anscheinend Ruten als Erinnerungshilfe genommen.) Julia und ich waren leicht überfordert mit der Situation und erklärten, dass wir das nicht gewusst hatten. Cliffort hatte seinen Spaß und erklärte immer wieder lachend, er hätte nichts dagegen, wenn wir geschlagen werden würden. Nyapeti sagte schließlich, es wäre nicht notwendig und damit war die Sache gegessen. (Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht komisch aber ich möchte klarstellen, dass unsere Nachbarn sehr nett sind und wir hier nicht geschlagen werden. Und auch wenn das, was sie uns über das lange weg bleiben gesagt hatten, ernst gemeint war, lachten sie doch auch dabei und ich glaube nicht, dass er uns wirklich geschlagen hätte, zumindest nicht richtig. Es ging ihnen eben hauptsächlich darum, dass wir die Sitten des Landes kennenlernen.)
Julia und ich gingen schließlich nach drinnen, wo ich in der Abstellkammer neben meinem Zimmer ein leises Geräusch hörte. In dem Zimmer hatte Nyapetis Katze in den letzten Tagen viel Zeit verbracht. Als ich hineinging, um nachzusehen, fand ich ein schwarz-weißes Katzenbaby, kleiner als meine Hand, dessen Augen noch geschlossen waren und das am Boden saß und Miaute. Jetzt wussten wir auch, was die Katze in dem Zimmer gemacht hatte. Julia nahm das Junge und Nyapeti und ich suchten nach möglichen Geschwistern. Wir fanden auch eines, das leider schon tot war und auch noch kein Fell hatte. Kurz darauf kam die Katzen-Mama wieder, ich gab ihr ihr Baby zurück und sie brachte es wieder in die Abstellkammer.
Freitag, 4. Oktober
Heute ging ich alleine zur Arbeit. Julia fuhr nach Uliwa, um sich darum zu kümmern, dass wir endlich wieder Geld hatten. Sie hatte heute keine Unterrichtsstunden und deswegen Zeit. Ich hatte heute aber auch nur eine Stunde, die ich in Ruhe vorbereitete und mich in der Zwischenzeit ein bisschen mit Gladys und ein paar anderen Lehrern unterhielt. Als Julia aus Uliwa zurück nach Hause kam, wurde gerade das Schwein von Patson geschlachtet, und sie sah dabei zu. Anschließend bekam sie ein paar Stücke des Fleisches ab, die sie mithilfe von unseren Haferflocken zu kleinen Schnitzeln verarbeitete. Das meiste davon brachte sie mit zur Schule, sodass es zum Mittagessen für die Lehrer Nsima mit Bohnen und Schnitzel gab. Die meisten waren auch echt begeistert von dem Essen. Als der Unterricht für diesen Tag vorbei war, versammelt sich einige Schüler auf dem Schulhof. Julia und ich hatten nämlich angekündigt, heute mit der Schwimm-AG anzufangen. Allerdings erstmal mit Theorie und Trockenübungen. Obwohl wir relativ nahe am See sind, kommen die meisten Schüler eher selten dorthin und schwimmen kann auch niemand von ihnen. Dementsprechend groß war der Andrang. So machten Julia und ich mit ungefähr 50 Schülern Schwimmtrockenübungen auf dem Schulhof. Dabei erstellten wir mithilfe von Rose (einer anderen Lehrerin) eine Teilnehmerliste. Unser Plan ist es, ab jetzt jeden Freitag Nachmittag mit ca. 15 Schülern zum See zu fahren. Ob das funktioniert, werden wir noch sehen, vor allem weil der Transporter der Schule gerade kaputt ist.
Gegen 16 Uhr gingen wir zurück nach Hause, ruhten uns aus, und machten ein bisschen Ordnung. Um kurz vor 6 trafen wir uns mit dem Kukuk-Team bei der Schule und gingen mit ihnen zusammen kurz zu uns nach Hause. Anschließend gingen wir weiter zum Haus des Direktors, wo wir alle zum Essen eingeladen waren. Es gab Reis, Erbsen, gekochte Eier in Tomatensoße, Huhn, Kartoffeln und Krautsalat. Und sehr viel von allem. Als wir fertig gegessen hatten, kam Monika, die Frau von Felix, auch noch mit zwei Kuchen vorbei, die ebenfalls verteilt wurden. Gegen 8 Uhr brachen wir schließlich auf und gingen zurück nach Hause, wo wir wie üblich noch ein bisschen Zeit mit unseren Nachbarn verbrachten.
Samstag, 5. Oktober
Als ich ausgeschlafen hatte und um 7:30 Uhr aufgestanden war, hatte Julia schon mit unseren Nachbarn Cassava geerntet und saß auf der Terrasse, um ihre Wäsche zu waschen. Ich machte mich kurz darauf auf den Weg zum Haus des Direktors um Monika, seiner Frau, die Teller vorbeizubringen, die sie uns vor einiger Zeit geliehen hatte. Als ich wieder zurück kam, frühstückten wir und halfen unseren Nachbarn dabei, den frisch geernteten Cassava zu schälen. Bald darauf machten wir uns mit Patson auf den Weg nach Uliwa, Julia und ich wollten uns Kleider schneidern lassen und Patson hatte uns angeboten, uns einen guten Schneider zu zeigen. Auf der Straße nach Uliwa überholte uns ein ehemaliger Schüler von Patson in einem kleinen Transporter und nahm uns den Rest des Weges auf seiner Ladefläche mit. In Uliwa kauften Julia und ich uns jeweils zwei Stoffe und gaben die Kleider in Auftrag. Als wir wieder zuhause waren, wusch auch ich meine Wäsche, in den letzten Tagen hatte ich wenig Zeit dafür gehabt.
Gegen 14 Uhr gingen Julia und ich wieder zurück zur Straße, um zum Haus der KUKUK-Crew zu fahren. Wieder einmal fanden wir einen Transporter auf dessen Ladefläche wir mitfahren konnten, sodass wir nicht den ganzen Weg zu Fuß gehen mussten. Mit den anderen Freiwilligen fuhren wir mal wieder zum See. Dort stieß auch Kides zu uns, die wir zwei Wochen vorher dort in der Nähe kennengelernt hatten. Wir schwammen ein bisschen, saßen am Strand und fuhren dann alle zusammen nach Uliwa. Dort wollten Julia und ich unsere Kleider abholen, die aber leider noch nicht fertig waren. Auch die anderen besorgten ein paar Dinge und als wir alle fertig waren, verabschiedeten wir uns von Kides und fuhren nach Karonga. Karonga ist eine Stadt ca. 60 km nördlich von Chilumba. Mittlerweile war es kurz vor 6 und die Dämmerung war sehr schön. In Karonga angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant, was sich als ziemlich kompliziert herausstellte. Schließlich fanden wir eines, wo es Pizza gab, die allerdings relativ teuer und nicht sehr besonders war. Als wir sehr lange gewartet und erst vier Pizzen bekommen hatten, gingen wir wieder, mit dem Plan, Fisch essen zu gehen. Wir fanden eine Lodge namens Marina Lodge, wo wir Fisch bestellten. Wir mussten zwar ziemlich lange warten, bekamen dann aber sehr leckeres Essen. Wir blieben noch ein bisschen dort und fuhren dann zurück nach Chilumba. Als wir dort ankamen, war es Mitternacht und der Sternenhimmel war sehr schön.
Sonntag, 6. Oktober
Ich stand wieder einmal gegen 7:30 Uhr auf und war damit mit Abstand die letzte. Julia und ich verbrachten den Vormittag entspannt zuhause und gingen heute nicht in die Kirche. Irgendwann kam eine Frau vorbei und verkaufte uns Fische. Weil wir aber für mehrere Stunden Stromausfall hatten, konnten wir sie nicht kochen und gaben sie unserer Nachbarin. Gegen 13 Uhr fuhren wir mit Cliffort zusammen mit dem Fahrrad nach Uliwa, in der Hoffnung, unsere Kleider abholen zu können. Außerdem wollten wir Kohle kaufen, um beim Kochen nicht vom Strom abhängig zu sein. Allerdings hatte der Schneider durch den Stromausfall nicht weiterarbeiten können. Wir fuhren also zurück nach Hause. Gegen 15 Uhr beschlossen wir, noch einmal zum See zu fahren und gingen zur Straße. Wir hatten mal wieder Glück und konnten bis zum Markt mit ein paar Männern auf der Ladefläche eines kleinen Transportern mitfahren. Von dort gingen wir das letzte Stück (ca. 25 Minuten) zu Fuß zur Tunduzi Lodge, wo wir schwimmen gingen. Als wir wieder aus dem Wasser kamen, war Kides auch da, der wir Bescheid gesagt hatten, dass wir wieder hier waren. Gegen 17 Uhr brachen wir wieder auf, wir wollten zur Abwechslung mal wieder vor der Dunkelheit zuhause sein. Vorher gingen wir aber noch kurz bei Kides Haus vorbei, von wo man einen sehr schönen Ausblick auf den See hatte. Wir begrüßten kurz ihre Eltern, die sehr nett waren und gingen dann zusammen mit Kides weiter zum Markt. Auf dem Weg trafen wir viele freundliche Leute und am Markt war sehr viel los, weil das Fußballspiel auf dem Platz nebenan gerade vorbei war. Wir stiegen auf ein Motorrad-Taxi und ließen uns zur Tawuka School bringen, von wo wir nach Hause gingen. Zu Abend aßen wir zusammen mit Nyapeti, Patsons Frau und deren Töchtern Seila und Emile zwischen unseren Häusern. Es gab Nsima mit Schweinefleisch und Patsons Frau brachte die Fische vom Vormittag, die sie sehr lecker gekocht hatte.





































