Hochzeit

Samstag, 7. September

Wie Mary schon vor zwei Wochen angekündigt hatte, fand diesen Samstag eine Hochzeit statt. Sie hatte eigentlich mit uns hingehen wollen, war jedoch noch in Mzuzu, weil ihr Bruder dort im Krankenhaus war. Aus diesem Grund ging Marys Tochter mit uns zur Hochzeit, die uns erklärte, der Bräutigam sei ihr Bruder.

Den Vormittag verbrachten Julia und ich zuhause und trafen uns dann um 13:30 Uhr mit Marys Tochter an der nahe gelegenen Kreuzung. Von dort gingen wir nach Uliwa in einen Saal der Unique Private Secondary School. Als wir eintraten, war schon einiges los, das Brautpaar und deren Trauzeugen tanzten zur Musik, während einige Leute drumherum standen und fröhlich zusahen. Die Tanzenden bewegten sich langsam ans vordere Ende des Saals, wo sie weiter tanzten. Die vier Trauzeuginnen trugen alle das gleiche, lange dunkelblaue Kleid, während die Männer graue Anzüge mit weißen Hemden trugen. Viele der Hochzeitsgäste trugen ebenfalls relativ festliche Kleider oder Anzüge, einige waren aber auch sehr alltäglich gekleidet, zum Beispiel mit T-Shirt und Chitenje.

Wir blieben ca. zwei Stunden bei der Hochzeit. Während dessen wurde die meiste Zeit vorne getanzt und immer wieder kamen Leute nach vorne und warfen Geld auf das Brautpaar oder in einen Korb, der ihnen hingehalten wurde. Auch dabei wurde getanzt. Julia und ich standen mit einigen anderen Frauen und Kindern am Rand und sahen zu. Eine Frau mit Mikrofon machte immer wieder Ansagen, die Julia und ich (bis auf ein paar einzelne Wörter und Zahlen zwischendurch) nicht verstanden. Außerdem wunderten wir uns ein bisschen, dass Marys Tochter sich sehr im Hintergrund aufhielt, dafür, dass der Bräutigam ihr Bruder war. Das könnte aber auch daran liegen, dass der Begriff „Bruder“ hier in Malawi auch oft für Cousins oder Freunde verwendet wird, weshalb der Bräutigam möglicherweise genau genommen doch nicht ihr Bruder ist.

Gegen 16:30 Uhr gingen wir zurück nach Hause, wo wir ca. 50 Minuten später ankamen. Julia und ich setzten uns zu unseren Nachbarinnen, die auf Matten auf dem Boden draußen saßen. Nyapeti fragte uns, ob wir Nsima wollten, was wir nach kurzem überlegen mit Ja beantworteten. Nur wenige Minuten später kam eine unserer Nachbarinnen mit einer Schüssel mit kleinen gekochten Süßkartoffeln, die wir alle zusammen aßen. „Auch gut!“ dachte ich mir. Womit ich nicht gerechnet hatte, war dass eine unserer Nachbarn ca. eine halbe Stunde später anfing, Gemüse für uns zu kochen – als Beilage für das Nsima. Dieses gab es zusammen mit dem Gemüse und gegrilltem Fisch bei Nyapeti. Schon wieder etwas zu Essen, verhungern werden wir hier auf jeden Fall nicht 🙂 Nach dem Essen gingen Julia und ich nach drinnen, wo uns später Denis und Cliffort besuchten.

Ein kurzer Ausschnitt

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  1. Avatar von Unbekannt
  2. Avatar von emiliasemper

4 Comments

  1. Das ist ja hochinteressant Emilia,  gab es bei der Hochzeit kein Festmahl?Von meinem Samsung Galaxy Smartphone gesendet.

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    1. Wir waren nicht wirklich eingeladen und auch nicht die ganze Zeit da. Ich glaub es funktioniert so, dass kommen kann wer will aber nur die eingeladenen Gäste dann auch zum Essen kommen. Die anderen kommen dann eher zum Zuschauen oder um ein bisschen mitzutanzen vorbei.

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  2. Dieses Bügeleisen haben wir kürzlich in einem Heimatmuseum gesehen,  so ein Modell wurde ca 1920 bei uns verwendet!Von meinem Samsung Galaxy Smartphone gesendet.

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