Dienstag, 3. September bis Freitag , 6. September
Zurück aus Mzuzu verbrachten wir die Tage entspannt und die meiste Zeit Zuhause. Wir nutzten die Zeit, um unsere Wäsche zu waschen, zu kochen, Musik zu machen, oder mit kreativen Arbeiten. Vor allem verbrachten wir viel Zeit mit unseren Nachbarn. Euleka und Cliffort kamen oft mit Freunden oder ihrem Bruder Denis, der eigentlich in Karonga (nördlich von Chilumba) wohnt. Wir unterhielten uns mit Ihnen, spielten Karten, usw.
Am Mittwoch gingen Julia und ich mittags in einen nahe gelegenen Wald, um dort spazieren zu gehen. Dort war es sehr schön ruhig und die Bäume hatten teilweise echt interessante Formen. Auch am Dienstag Nachmittag waren wir schon hier gewesen, jedoch nur sehr kurz. Als wir eine Weile gegangen waren, machten wir uns auf den Rückweg, wo wir uns gleich auch Eier und Öl kauften. Außerdem kamen wir auch an der Tawuka School vorbei, wo wir auf Felix trafen und uns kurz mit ihm unterhielten.
Den Donnerstag Vormittag verbrachten wir wieder Zuhause, die meiste Zeit auf unserer Terrasse. Mittags, als Julia und ich gerade mit Denis ein malawisches Kartenspiel (ähnlich wie UNO) spielten, bat Patson (unser Lehrer-Nachbar) uns in sein Haus, um mit ihm zu Mittag zu Essen. Wir gingen hinein und setzten uns zu Patson und seinem besten Freund, der aus Chitipa angereist war. Es gab Nsima mit Gemüse und Huhn. Nach dem Essen unterhielten wir uns noch ein bisschen mit den beiden und gingen dann gegen 15:00 Uhr los, Richtung Uliwa. Dort wollten wir unseren Essensvorrat wieder etwas aufstocken, der in den letzten Tagen ziemlich abgenommen hatte. In Uliwa angekommen, streiften wir über den Markt und kauften uns, was wir brauchten, was schon um einiges routinierter und entspannter ablief, als an unserem ersten Marktbesuch. Gegen 17:00 Uhr waren wir wieder zu Hause und Julia kochte uns die frisch gefischten Fische, die wir gerade erstanden hatten. Abends kamen wieder Euleka, Cliffort und Denis vorbei und wir unterhielten uns mit Ihnen.
Am Freitag gegen 7 Uhr kam der Enkel des Direktors vorbei und sagte, wir sollten um 8 Uhr zur Schule kommen. Außerdem nahm er unsere Fahrräder mit, die beide kaputt waren, um sie reparieren zu lassen. Julia und ich machten uns fertig, aßen je ein kleines Gebäckstück, das wir gestern in Uliwa gekauft hatten und gingen schließlich zur Schule. Als wir in der Schule ankamen, trafen wir Felix in einem Büro und redeten ein bisschen mit ihm. Hauptsächlich ging es um den Kindergarten, der gerade kurz vor der Eröffnung stand und zur Tawuka School gehört. Felix erklärte uns ein paar seiner Pläne und wie wir dabei unterstützen könnten. Zum Beispiel das Alphabet mit passenden Bildern an die Wände malen. Anschließend erklärte er uns, dass er heute mit uns herumfahren würde, um einige Dinge zu erledigen.
Kurz darauf ging es auch schon los: Joha fuhr mit uns und der Schulköchin nach Uliwa, wo wir ein paar Shops abklapperten und Felix mit verschiedenen Menschen ein paar Dinge besprach. Kurz darauf hielten wir vor einem kleinen Shop, wo wir uns was zu trinken und Felix Donuts für alle kaufte. (Die Donuts hier sind ein bisschen anders als man sie aus Deutschland kennt: ohne Glasur und daher auch nicht ganz so süß, dafür aber ziemlich fettig und lecker.)
Nach unserem zweiten kleinen Frühstück fuhren wir weiter, setzten die Köchin wieder an der Schule ab und setzten unseren Weg fort, Richtung Norden. Nach ca. 15 Minuten Fahrt, sammelten wir einen Mann ein, der hinten auf einem Motorrad unterwegs gewesen war. Der Mann zeigte Joha den Weg, runter von der Straße und ziemlich lang einen sandigen Feldweg entlang. Immer wieder streiften Zweige der am Wegrand wachsenden Büsche das Auto. Schließlich erreichten wir eine kleine Gruppe aus einfachen Ziegelbauten. Dort stiegen wir aus und begrüßten die Leute. Jetzt wurde uns auch erklärt, was wir hier machten: hier in der Gegend gab es einen Wald mit relativ großen Bäumen, dessen Holz Felix als Baumaterial für den Kindergarten Spielplatz benutzen wollte.
Wir gingen mit Felix und zwei weiteren Männern ein paar Schritte Richtung Wald, wo die drei etwas besprachen. Julia und ich schauten derweil dem kleinen Buschfeuer wenige Meter entfernt zu, das sich langsam etwas ausbreitete, was aber Niemanden zu interessieren schien. Auf unsere Frage erklärte Felix uns, dass dies jetzt während der Trockenzeit normal war, weshalb niemand sich viele Gedanken darum machte.
Wir fuhren weiter in ein Dorf namens Nyungwe, wo wir einen Verwandten von Felix und dessen Frau trafen. Wir verbrachten den Nachmittag dort und bekamen (natürlich) auch etwas zu Essen (Nsima mit Gemüse und Huhn mit Kartoffeln und Tomaten). Auch der Nachbar unserer Gastgeber war da und erklärte uns noch etwas mehr über die politische Situation in Malawi. Gegen 16 Uhr machten wir uns auf den Rückweg und waren nach ca. einer halben Stunde Fahrt wieder Zuhause.



