Wochenendtrip

Samstag, 31. August

Nach dem wir – anders als in Chilumba- ausgeschlafen und in Ruhe gefrühstückt hatten, fuhren wir zu fünft nach Mzuzu. Dort holten wir erst Jolien ab (eine Niederländerin, die für zwei Monate in Mzuzu arbeitet) und machten uns dann auf den Weg zu Anas Haus. (Ana ist Mexikanerin und gerade in der letzten Woche ihres einjährigen Freiwilligendienstes.) Den Nachmittag verbrachten wir bei Ana und gingen schließlich am frühen Abend zum gleichen Restaurant wie am Vortag.

Nach dem Essen gingen wir wieder zum Kukaya Festival, wie am Tag zuvor. Dort war mittlerweile etwas mehr los und wir blieben ein paar Stunden. Anschließend übernachteten wir wieder in Ekwendeni.

Sonntag, 1. September

Nachdem wir in Ruhe aufgestanden und gefrühstückt hatten, machten Khan, Vinju, Cedric, Julia und ich uns auf den Weg nach Nkhata Bay. Dieses Dorf liegt etwa 40 Minuten von Mzuzu direkt an der Küste des Malawisees und ist ein einigermaßen touristisch geprägter Ort. Nachdem wir der kurvigen Straße durch eine gebirgige Landschaft gefolgt waren, hatten wir unser Ziel erreicht.

In Nkhata Bay gingen wir erst einmal in eine Bäckerei, um dort dunkles Brot zu kaufen. Anschließend gingen wir zu einer Art Strandbar und von dort über das steinige Ufer ins Wasser. Der See sah mal wieder aus wie ein Meer und das Wasser war türkis und klar. Selbst ohne Taucherbrille konnte man einige Fische sehen. Wir blieben noch etwas in der Strandbar, aßen Pizza und gingen dann zu einer anderen Stelle nicht weit entfernt. Dort saßen wir auf einer Terrasse direkt am Wasser und sahen zu, wie die Sonne immer tiefer wanderte. Schließlich aßen wir zu Abend und fuhren dann zurück nach Ekwendeni.

Montag, 2. September

Nach dem Aufstehen machten Julia, Cedric und ich uns auf den Weg zu Cedrics Zuhause, das nicht weit entfernt war, um dessen Gastfamilie zu besuchen. Cedrics Gastbruder, der in unserem Alter ist, begrüßte uns und tischte uns selbstgemachte Pommes und eine frisch gepflückte Papaya auf. Rita, Cedrics Gastmutter kam etwas später. Nachdem wir gegessen, UNO gespielt und uns mit Rita unterhalten hatten, machten Julia und ich uns wieder auf den Weg. Rita, die sehr nett ist und einige Male betonte, dass wir immer willkommen waren, brachte uns noch zur Hauptstraße, wo wir in ein Sammeltaxi nach Mzuzu stiegen.

In Mzuzu gingen wir kurz bei Khans Arbeitsplatz vorbei, um etwas von ihm abzuholen und begaben uns dann zurück zum Markt, wo die Minibusse abfuhren. Dort fanden wir auch direkt einen Richtung „Karonga/Border“ (also Richtung Norden), verhandelten den Preis und stiegen ein. Der alte Kleinbus war ziemlich klapprig, wir hatten jedoch ziemlich viel Beinfreiheit (zumindest am Anfang).Der Fahrer sammelte hier und da noch ein paar Leute ein, dann ging es los zurück nach Chilumba. Zuhause angekommen (ca. 17 Uhr) setzten wir uns draußen zu unseren Nachbarn und bekamen auch schon bald Nsima aufgetischt. Kurz darauf kamen auch Euleka und Cliffort mit zwei Freunden vorbei und wir hatten einige interessante Gespräche (unter anderem über Korruption in Malawi oder die Möglichkeiten, Jobs zu bekommen).

Auch wenn das Wochenende sehr schön gewesen war und wir dank Khan und Vinju viel zu sehen bekommen hatten, waren wir doch froh, wieder nach Hause zu kommen, in unser Dorf und unser Haus, die wir schon sehr lieb gewonnen hatten…

Cedric, Julia und ich in Nkhata Bay

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  1. Avatar von Unbekannt

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