Ausflug zum See

Donnerstag, 22.August

Um kurz vor 7 kam Julia zu mir und sagte, ich solle mir schnell ein „Chitenje“ überziehen und mit zu unseren Nachbarn kommen, die uns zum Frühstück einladen wollten. (Chitenje heißt das gemusterte Stofftuch, das sich viele malawische Frauen über ihrer Kleidung um die Hüfte binden, und das hier von fast allen Frauen getragen wird.) Ich band mein Chitenje um und wir gingen zu unseren Nachbarn direkt nebenan (Charity, ihr Mann und deren Tochter) und setzten uns vor deren Haus. Es gab Reis, gekochte Süßkartoffeln (sehr lecker) und kleine Fische, für die es mir allerdings zu früh war. Dazu gab es sehr süßen Tee. Als wir mit dem Essen fertig waren, bestanden unsere Gastgeber darauf, dass wir die Reste mitnahmen und später aßen.

Anschließend gab Nyapeti uns Handbesen, die aus zusammengebundenen Zweigen hergestellt waren. Damit fegten wir den Boden in unserem Vorgarten, bis er frei von Blättern, Zweigen, usw. war.

Nach dem Fegen saßen wir wieder auf der Terrasse und machten Musik mit Eureka, der uns einen Song auf Tumbuka zeigte. Wir spielten Gitarre und Ukulele und Nyapeti sang dazu. Später kamen auch zwei andere Freunde von Eureka vorbei und wir spielten ein paar englische Songs. Gegen 12 Uhr machten wir den Reis vom Morgen zusammen mit Tomaten und Zwiebeln als Mittagessen warm.

Am Nachmittag beschlossen Julia und ich, mit den Fahrrädern zum Malawi-See zu fahren, der etwa fünf Kilometer entfernt ist. Nach einer ca. 30-minütigen, meist bergab führenden Fahrt, erreichten wir den See und legten uns an den Strand. Ich war mal wieder von der Größe des Sees fasziniert, der sich anfühlte, als wäre man am Meer. Am Strand lagen zahlreiche Einbaum-Kanus mit Netzen drinnen, mit denen hin und wieder ein Mann auf den See hinaus paddelte, wahrscheinlich um zu fischen. Gegen 16:45 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück, um sicherzugehen, dass wir vorm Sonnenuntergang um 17:40 Uhr zurück waren – diesmal mussten wir bergauf fahren. Wir schafften es aber ohne Probleme und waren ungefähr 40 Minuten später wieder Zuhause.

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  1. Avatar von Unbekannt

1 Comment

  1. Das ist ja ein entspanntes, schönes Leben für dich, wir wünschen dir das von ganzem Herzen, Bussl Oma und Opa

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