Auf Wiedersehen

Durch Gespräche mit Freunden und Verwandten hatten Julia und ich ganz gut mitbekommen, was in Europa so im Zusammenhang mit dem Corona Virus alles passiert. In Malawi war die Situation jedoch ganz entspannt, da das Virus bis letzte Woche noch nicht bis dorthin und in die Nachbarländer vorgedrungen war. Daher waren Neuikeiten über CoVid19 auch eher etwas, was uns persönlich nicht betraf…

Bis zum Montag, den 16. März, als wir von unserer Entsendeorganisation die Nachricht bekamen, dass wir höchstwahrscheinlich zurück nach Deutschland mussten, weil das BMZ alle Freiwilligen nach Hause holte, bevor alle Flüge gestrichen und Grenzen geschlossen wurden.

Am Dienstag Abend wurde diese Nachricht dann bestätigt, allerdings hatten wir noch keinen genauen Rückflugzeitpunkt.

Völlig geschockt von dieser Neuigkeit, machten Julia und ich uns daran, unsere Nachbarn, Freunde und Kollegen zu informieren. Die nächsten Tage arbeiteten wir sehr viel und versuchten, so gut es ging alles zu erledigen, was wir noch geplant hatten. Zum Beispiel mit meinem Art-Club die Wände des Kindergartens zu bemalen.

Am Donnerstag hatten die anderen Lehrer eine kleine Abschiedsfeier für uns organisiert. Es gab viel zu Essen, ein paar nette Reden und jeweils ein großes Chitenje für Julia und mich.

Mit den Angestellten der Tawuka School

Auch die Schüler waren teilweise sehr überrascht und traurig über unsere kurzfristige Abreise und fragten uns, ob wir nicht einfach bleiben könnten.

Am Donnerstag Abend bekamen wir auch schon die Nachricht, dass wir am Sonntag fliegen würden. Wir fingen dann auch gleich an zu packen, schließlich wohnten wir relativ weit vom Flughafen entfernt.

Am Freitag Morgen beendeten wir noch schnell die Bilder am Kindergarten und fuhren dann am frühen Nachmittag nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten nach Mzuzu.

Die Schüler bei der Arbeit

Dort verbrachten wir noch einen Abend mit Gladys, an dessen Hochzeit wir jetzt leider nicht mehr teilnehmen konnten.

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Lilongwe, wo wir noch einmal zum Markt gingen und uns ein paar Chitenje kauften und uns aus dem Stoff, den die Lehrer uns geschenkt hatten, etwas schneidern ließen.

Am Abend gingen wir mit Clifford essen, der jetzt in Lilongwe wohnt.

Am Sonntag Morgen holten wir mit Clifford und dessen Freund unsere Kleider vom Schneider ab und dann ging es auch schon zum Flughafen, wo wir auch die anderen Freiwilligen trafen. Wir verabschiedeten uns schweren Herzens von Clifford und Malawi und traten schließlich unsere Reise an.

Der erste Flug ging nach Nairobi in Kenia, wo wir einige Stunden Aufenthalt hatten und dann weiter nach Doha in Katar flogen. Von dort ging es nach Brüssel in Belgien, wo wir am Montag pünktlich gegen 14 Uhr landeten. Die anderen Freiwilligen wurden entweder abgeholt oder fuhren mit dem Zug weiter.

Ich blieb noch bis 21:30 Uhr auf dem leeren Flughafen in Brüssel, um dann einen ebenfalls sehr leeren Flug nach Berlin zu nehmen. Einer der einzigen Flüge, die heute nicht gestrichen worden waren.

Gegen 23 Uhr war ich schließlich in Berlin, wo ich am Flughafen abgeholt wurde.

Das ist das Ende meines Blogs, vielen Dank an alle fürs Lesen und die netten Kommentare.

Ich hätte auch gerne noch bis August weitergeschrieben…

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2 Comments

  1. Liebe Emilia!
    Danke für die tollen Berichte und Fotos, durch die wir seit August 2019 auch immer ein bisschen mit dir in Malawi waren. Wir haben durch dich einen kleinen Eindruck über das Land und die offensichtlich sehr freundlichen Leute bekommen. Außerdem hatten wir schon früh den Eindruck, dass es dir sehr gut gefällt (was uns natürlich auch froh machte). Ich denke du hast sehr viele interessante Menschen kennengelernt und hast auch ganz vielen die Möglichkeit gegeben, dich kennenzulernen und von dir Einiges zu lernen.
    Behalte deine Erinnerungen liebe Emilia und freue dich auf das was kommen wird.
    Pass gut auf dich auf.
    Bussi Tobias, Birgit und Michi

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  2. Ja liebe Emilia, das Schicksal hat es a ders gewollt, sei nicht traurig, sei dankbar für die so wunderbare Zeit, die du in Malawi verbringen durftest, wenn dieser Spuk vorbei ist, kommt auch wieder fü r dich Die Zeit , neue Pläne zu schmieden. Inzwischen mache das Beste aus der jetzigen Situation, genieße deine Jugend, fühle dich wohl im Kreise deiner reizenden Familie und sei innig gedrückt!

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