Als ich um 7 Uhr aufwachte, war Julia schon aufgestanden und fegte den Vorgarten von Cedrics Gastfamilie. Ich ging in die Küche zu Rita und Gondwani und fragte, ob ich behilflich sein könnte. Rita gab mir Kartoffeln zum Schälen und schneiden. Kurz darauf kam auch Julia dazu und half mir. Rita machte derweil Feuer und kochte die Kartoffeln dann zusammen mit Tomaten fürs Frühstück. Wir aßen sie zusammen mit Brot und tranken Kaffee dazu.
Nach dem Essen gegen 9 Uhr machten wir uns dann alle auf den Weg: Rita und Cedric gingen jeweils in die Arbeit und Julia und ich zum Markt, von wo aus die Minibusse fuhren. Wir fanden auch ziemlich schnell einen in unsere Richtung, kletterten hinein und waren auch schon unterwegs. Ungefähr eine halbe Stunde später sprang der Motor des Busses nach einer der Polizeikontrollen jedoch nicht mehr an. Auch die mehrmaligen Versuche und das Schieben des zweiten Fahrers halfen da nur wenig. Also stiegen wir alle wieder aus und warteten darauf, dass wir uns auf einige der anderen Minibusse verteilen konnten. Zusammen mit drei anderen aus unserem Bus konnten wir schließlich nach ca. 20 Minuten in einen neuen Bus steigen. Dieser war schon sehr voll, wir passten aber trotzdem noch irgendwie hinein. Die restliche Fahrt ging dann relativ schnell voran. Die Strecke führte wieder über die Berge und dann am See entlang, wie wir es schon kannten.
Um kurz nach 12 Uhr erreichten wir Uliwa (Chilumba), wo es ziemlich heiß war. Bei der Gelegenheit kauften wir uns gleich Tomaten und Zwiebeln und gingen los Richtung zuhause, in der Hoffnung, auf dem Weg ein Auto zu finden, das uns ein Stück mitnehmen konnte. Zu Fuß von Uliwa nach Hause zu gehen dauerte eben doch ungefähr 45 Minuten. Auf unserem Weg trafen wir einen Lehrer der Tawuka School und unterhielten uns kurz mit ihm. Gleich darauf hielt schließlich ein Auto am Straßenrand und nahm uns mit. Der Fahrer hieß Isaac und war auf dem Weg von Lilongwe nach Karonga. Er setzte uns vor der Tawuka School ab, von wo es echt nicht mehr weit nach Hause war.
Als wir den Feldweg verließen und unser Haus erreicht hatten, wurde wir herzlich von unseren Nachbarn begrüßt. Charity umarmte uns und Nyapeti nahm uns gleich ein paar Kleinigkeiten ab und trug sie ins Haus. Gleich darauf kam auch schon die Frage aller Fragen: ob wir mit Nsima essen wollten. Wir willigten ein und wenig später saßen wir mit Nyapeti und Seila auf einer Matte im Schatten eines unserer Mangobäume und aßen Nsima mit Bohnen und Mangold. Nach dem Essen blieb ich noch ein bisschen sitzen und ging dann duschen. Den restlichen Tag verbrachten wir die meiste Zeit draußen mit unseren Nachbarn.
Gegen 18 Uhr, als Julia drinnen gerade einen Topf mit Soja-Pieces aufgestellt hatte, stellte Charity für uns und ihren Mann eine Schüssel mit selbst-gemachten Pommes mit Tomaten hin. Diese schmeckten sehr gut und waren zum Glück auch nicht zu viel.
Zu früh gefreut – nicht allzu viel später hatte Charity nämlich das eigentliche Abendessen fertig gekocht: Reis mit kleinen Fischen und Mangold, wovon sie uns auch gleich reichlich auf unsere Teller füllte. Naja wenigstens passten unsere Soja-Pieces ganz gut dazu… Wir aßen zusammen mit Charity, ihrem Mann (ich finde den Namen noch heraus) und deren Tochter Memore zwischen den beiden Häusern. Das Essen schmeckte sehr gut, machte aber auch echt satt. Kurz nach dem Essen verabschiedeten Julia und ich uns für die Nacht und gingen nach drinnen – wir waren von der ganzen Reise ziemlich müde. Cliffort kam auch vorbei und wir redeten kurz mit ihm, vertrösteten aber auch ihn ziemlich bald auf morgen.
Hallo Emilia! Da habt ihr ja schon eine richtig schöne Rundreise gemacht, auch wenn es ein bisschen kompliziert klingt in Malawi von A nach B zu kommen. Schön, dass es euch so gut geht. Wir freuen uns immer, wenn wir von dir lesen. Bussi 😘
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Ja haben wir. Kompliziert ist es eigentlich nicht, man braucht halt Geduld und sollte nicht zu viel Komfort erwarten 😉
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Und heute habt ihr den Gottesdienst verpasst!?
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Ja, wir waren nicht so motiviert
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Ihr habt wirklich schon einige Trips hinter Euch…Respekt. Und wenn ich das so lese, kommen mir so typische Eltern-Sätze wie „Setze Deinen Fahrradhelm auf!“ oder „Schnall Dich an!“ ziemlich lächerlich vor…. ich nehme mal an, solche Aufforderungen hört man in Malawi selten…;-)
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Naja das ist ganz lustig: es herrscht an sich anschnallpflicht, deswegen schnallen sich der Fahrer und der Beifahrer in den minibussen kurz vor den Polizeikontrollen immer an, während hinten alles vollgestopft ist 😉
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